Unterrichtsmaterial Informatik Sekundarstufe II kostenlos

unterrichtsmaterial informatik oberstufe

Für unterrichtsmaterial informatik oberstufe lohnt zuerst ein Blick in die ZUM-Plattform und in „Medien in die Schulen“, weil dort freie Lizenzen üblich sind. Entscheidend bleibt die Lizenz am einzelnen Material, nicht die Plattform.

Eine Lehrkraft plant die nächste Unterrichtsreihe und möchte weder Arbeitsblätter kaufen noch Urheberrechtsfragen offenlassen. Die Auswahl unten sortiert die Quellen nach Fachbreite, Lizenzlage und Eignung für die Oberstufe und nennt jeweils die Grenzen.

Einen Überblick über Inhalte und Aufbau des Faches gibt der Leitfaden zum informatikunterricht oberstufe. Dieser Beitrag klärt, woher das Material kommen kann und was damit erlaubt ist.

ZUM: breite Plattform mit überwiegend freier Lizenz

Die ZUM-Plattform bietet laut iRights Materialien zu allen Unterrichtsfächern, und die meisten Inhalte stehen unter freier Lizenz. Sie eignet sich für Lehrkräfte, die schnell viele Ideen sichten und Aufgaben anpassen wollen.

Die Grenze liegt in der Formulierung „die meisten“. Ein einzelnes Arbeitsblatt kann anders lizenziert sein, deshalb gehört der Lizenzcheck zu jedem Fund. Da die Plattform alle Fächer abdeckt, muss die Suche gezielt nach Informatik-Themen erfolgen, etwa nach Algorithmen oder Datenstrukturen.

Die leere Suchleiste steht stellvertretend für den Einstieg per Stichwortsuche; sie zeigt keine bestimmte OER-Plattform.

Medien in die Schulen: durchgehend freie Lizenz

Bei „Medien in die Schulen“ stehen nach den Angaben von iRights alle Materialien unter einer freien Lizenz. Das passt zu Lehrkräften, die Rechtssicherheit höher gewichten als Auswahl und nicht bei jedem Fund erst klären wollen, ob eine Nutzung überhaupt erlaubt ist.

Wie viel Informatik das Portal tatsächlich enthält, zeigt erst die Suche im Bestand. Eine freie Lizenz sagt nichts darüber, ob ein Material zur Oberstufe, zum Lehrplan des Bundeslandes oder zur eigenen Lerngruppe passt.

App Camps: Grundlagen Informatik für Klassenstufe 7 und 8

App Camps stellt kostenfreie Unterrichtsmaterialien für Klassenstufe 7 und 8 zur Verfügung, also nicht für die Sekundarstufe II. Als Steinbruch für Einstiegsaufgaben kann das Angebot trotzdem nützlich sein, als fertiger Oberstufenlehrgang taugt es nicht.

Die Tastatur steht als Informatik-Motiv für die digitale Materialsammlung; sie zeigt keinen Ordner im Lehrerzimmer.

Der Anbieter nennt vier Oberkategorien je Kurs und beschreibt die Unterlagen als geeignet für ein ganzes Schuljahr, wenn alle Module genutzt werden. Das Modul Algorithmen 1 umfasst sieben Schulstunden zu je 90 Minuten, Daten & Codierung 1 drei Schulstunden zu je 90 Minuten. Diese Zeitangaben helfen, einzelne Module in eine Jahresplanung einzupassen. Die Sammlungen liegen laut Anbieter in der App-Camps-Kollektion im Partnerbereich von fobizz.

Ein ausgefülltes Übungsblatt mit Zahlen und Strichmustern illustriert den Begriff Arbeitsblatt; das Motiv gehört nicht zu einem bestimmten Portal.

Wer von den Algorithmen-Grundlagen zum praktischen Programmieren weitergehen will, findet mit java kara einen konkreten Einstieg in die Umsetzung. App Camps weist zudem darauf hin, dass immer mehr Schulen und Bundesländer das Thema in ihr Curriculum aufnehmen. Der Bestand an Material wächst also mit dem Bedarf.

Stiftung Kinder forschen: Ideengeber mit klarer Altersgrenze

Die Stiftung Kinder forschen richtet ihre Informatik-Materialien zu Daten und Algorithmen ab Klassenstufe 3 an die Grundschule. Für die Oberstufe sind sie kein Unterrichtsmaterial.

Sinnvoll ist ein Blick höchstens, wenn eine Lehrkraft anschauliche Analogien für ein abstraktes Konzept sucht. Wer ein Material für Jahrgangsstufen der Sekundarstufe II braucht, kann diese Quelle getrost überspringen.

Die Quellen im Vergleich

Die Tabelle ordnet die genannten Angebote nach Umfang und Lizenzlage und zeigt, wofür sich jedes in der Planung eignet.

Angebot Umfang und Zielgruppe Lizenzlage Planungsnutzen
ZUM-Plattform Materialien zu allen Unterrichtsfächern Die meisten Inhalte unter freier Lizenz Breite Sichtung, Lizenz je Fund prüfen
Medien in die Schulen Fachübergreifendes Portal Alle Materialien unter freier Lizenz Rechtssichere Grundlage, Informatik-Anteil per Suche klären
App Camps Grundlagen Informatik, Klassenstufe 7 und 8 Kostenfreie Unterlagen Einstiegsaufgaben und Modulideen, kein Oberstufenlehrgang

Die Angaben zu ZUM und „Medien in die Schulen“ stammen von iRights, die zu App Camps vom Anbieter selbst.

Für vertiefte Einzelthemen wie rekursion informatik schule lohnt zusätzlich eine eigene Themenübersicht, weil die Portale Informatik nur als einen Teil ihres Bestands führen.

Was eine CC-Lizenz im Unterricht erlaubt

Open Educational Resources dürfen laut dem Fortbildungsangebot auf dlc.sh je nach Lizenz genutzt, angepasst und weitergegeben werden. Welche dieser Rechte gelten, legt allein die jeweilige Creative-Commons-Lizenz fest.

Eine Freigabe per CC-Lizenz bedeutet nach iRights keinen Verzicht auf das Urheberrecht. Die Urheberinnen und Urheber behalten ihren Schutz, die Lizenz knüpft die Nutzung an Bedingungen. Für die Praxis ergeben sich daraus drei Folgerungen:

Gemeinsames Sichten und Notieren am Tisch: Die Durchsicht lässt sich in der Fachschaft teilen.
  • Bearbeitung zuerst klären: Lizenzen, die Bearbeitungen zulassen, sind für OER besonders geeignet, weil Lehrkräfte Aufgaben kürzen, aktualisieren und an die Lerngruppe anpassen können.
  • Namensnennung einplanen: Das Lizenzmodul BY steht für die Namensnennung des Urhebers. Zusammen mit dem Modul SA gilt es in der OER-Community als sinnvolle Kombination.
  • CC0 als Sonderfall: Die laut iRights 180 Piktogramme aus Brandenburg stehen alle unter CC0 und eignen sich daher für selbst gestaltete Arbeitsblätter.

Das Fortbildungsangebot stellt die verschiedenen CC-Lizenzen vor. Es lohnt sich für Fachschaften, die Lizenzfragen einheitlich handhaben wollen.

Qualität des Materials prüfen

Die Lizenz sagt nichts über die Güte. Nach iRights gibt es sowohl bei OER als auch bei herkömmlichen Bildungsmaterialien gute und weniger gut geeignete Produkte. Ein Label wie „frei“ oder „kostenpflichtig“ ersetzt deshalb keine fachliche Durchsicht.

Praktisch heißt das: Aufgaben selbst durchrechnen, die Eignung für Lehrplan und Vorkenntnisse prüfen und erst dann in die Reihenplanung übernehmen. Material aus einem Portal mit durchgehend freier Lizenz muss diese Prüfung genauso bestehen wie ein Fund aus einer allgemeinen Suche.

Sammlung anlegen und Lizenzhinweise festhalten

Eine geordnete Sammlung spart bei der nächsten Reihe Zeit. Sinnvoll ist, zu jedem Material Fundort, Lizenz und Autorenangabe sofort zu notieren, damit die Namensnennung später nicht fehlt.

Die folgende Reihenfolge hat sich als Entscheidungshilfe bewährt:

  1. Thema und Stufe abgleichen: Passt das Material zum Lehrplanthema und zur Jahrgangsstufe?
  2. Lizenz lesen: Welche Bedingungen nennt das Material am Fundort?
  3. Bearbeitung prüfen: Darf das Arbeitsblatt angepasst werden, bevor es in den Unterricht geht?
  4. Namensnennung notieren: Urheber und Lizenz gehören in die Sammlung und auf das Blatt.
  5. Fachlich durchsehen: Aufgaben lösen und auf Fehler und Passung prüfen.

Frequently asked questions

Wo findet sich kostenloses Informatik-Material für die Oberstufe?

Am ehesten auf fachübergreifenden Portalen wie ZUM und „Medien in die Schulen“, in denen die Informatik-Suche gezielt erfolgen muss. Spezialisierte Angebote wie App Camps richten sich an jüngere Klassen.

Wo liegt die App-Camps-Kollektion?

Laut App Camps liegen die kostenlosen Unterlagen zu Grundlagen Informatik in der App-Camps-Kollektion im Partnerbereich von fobizz.

Braucht das Material der Stiftung Kinder forschen Computer?

Nein. Nach Angaben der Stiftung braucht die Umsetzung in der Klasse keinen Computer.

Wie lässt sich die Lizenzangabe aus einer Suche übernehmen?

Laut iRights ermöglicht Openverse die direkte Übernahme der zugehörigen Lizenzhinweise.

Wie lange dauert eine Fortbildung zu OER?

Die Fortbildung auf dlc.sh umfasst 5 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten.